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Gedanken und Hintergedanken. Außerdem: Computer, Autos, die dicke Katze von nebenan, Biber in der Innenstadt, meine Freundin und Ich.

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Those were the days…

January 18th, 2008 Autos, Fuhrpark | 2 Kommentare »

Lange hat er uns begleitet, jetzt ist es vorbei. Nach vier Jahren, über 80.000 gemeinsamen Kilometern und vielen gemeinsamen Erlebnissen mussten wir uns leider von unserem Peugeot Partner trennen. Ich kann nicht sagen, dass er unser zuverlässigstes Auto war: Wenn man Mechaniker ist und in sein Fahrzeug reinhorchen kann, repariert man rechtzeitig — so waren der dunkelrote BX (auch mit dem XUD9 des Partner) oder das Schlachtschiff Peugeot 505 Commerciale (mit dem alten Indénor XD3) mit 0 Defekten noch besser (beim 505 auch nach 350.000). Das “Partnerchen” hat uns zweimal im Stich gelassen: Einmal mit verstopftem Kraftstofffilter, einmal mit Federbruch (“Grüße aus Sochaux“) — und jetzt mit einer defekten Kupplung. Auch die hatte 280.000km drauf (Danke, Valeo, gute Arbeit) und hat sich einfach zerlegt.


Eigentlich war ein einfacher TÜV 01/2010 geplant: Die Bremsen hinten waren bereits repariert, vorne waren Scheiben und Beläge fällig.
Typischer Verschleiss, nichts wildes, mit wenig Aufwand ein paar gemeinsame Monate bis zum Verkauf. Doch vor ein paar Tagen zerstörte ein Steinschlag die Windschutzscheibe und dann folgte die Kupplung. Da wir sowieso seit mehreren Monaten auf der Suche nach einem neuen waren, nahmen wir den Schaden zum Anlass, Nägel mit Köpfen zu machen.

Käufer des Partners wurde Oleksandr Rodzinskyy (ja, das doppelte ‘y’ ist Absicht), einer der wenigen Gebrauchtwagenhändler, der mir auf Anhieb als angenehmer Zeitgenosse auffiel — und glaubt mir: Gebrauchtwagenhändler habe ich in meiner aktiven Zeit viele kennengelernt und auf Visitenkarten-an-die-Scheibe-Stecker habe ich keine Lust. Wer sich also für den kleinen, im Unterhalt günstigen Transporter interessiert, sollte mal auf seiner Seite “Automobile Mockau” bei mobile.de vorbeischauen. Wir haben den Partner gut gewartet, Bremsen hinten erst komplett gemacht, daneben komplette Federbeine vorn, Generator und Kühler, eine Katze im Sack kauft Ihr also nicht. Lasst Euch nicht von den 280.000km stören: Da ist viel Langstrecke dabei und die Mechanik des Partners ist prinzipiell robust.

Fortsetzung folgt: Morgen soll der Nachfolger erworben werden.

Es ist also ein Berlingo…

January 2nd, 2008 Autos | 48 Kommentare »

Dass Nutzfahrzeuge länger haltbar sind als gewöhnliche PKW ist nichts Neues. Elfeinhalb Jahre ohne Änderungen an der Plattform sind dagegen nicht schlecht — heute wurde der neue Berlingo vorgestellt: Mehr »

Apfelmus

December 31st, 2007 Schrott flott | Ein Kommentar »

Leopard gekauft: 129€. Ein 1GB-SO-DIMM DDR1-400MHz: 79€. Eine externe USB-Festplatte für “Time-Machine”: 111€. Nach der Installation von Leopard ein langes Gesicht gemacht, weil iPhoto nicht wie vermutet beim OS mitgeliefert wird, sondern 69€ extra kostet: unbezahlbar.

Vor bald drei Jahren (Ende Januar 2005) erwarb ich günstig ein PowerBook G4 der damals auslaufenden Serie ohne Beschleunigungssensor. Sagenhaft günstig für 1050€ netto. Die ganze Zeit lief OS X 10.3 auf dem Gerät. Open Source Software war zu Zeiten von 10.4 auch noch für die “Legacy Version” zu bekommen. Mit OS X 10.5 ging die Zahl der Softwareangebote für 10.3 zurück und so entschloss ich mich, auf 10.5 aufzurüsten. Mit einer Ubuntu-Live-CD und einer wüsten Pipeline der Form:

dd if=/dev/hda | gzip -c | ssh ich@192.168.1.23 "cat > /tmp/g4.img.gz"

entstand zunächst ein Image der alten Platte — schließlich hatte man ja schon allerhand Beunruhigendes über Leopard gehört und deshalb wollte ich auf Nummer sicher gehen. Die Heimatverzeichnisse sicherte ich nach Login als Root (mit sudo passwd root vergibt man ein Passwort) mit rsyncX auf eine HFS+-formatierte USB-Platte (/usr/local/bin/rsync -avP –eahfs /Users/ /Volumes/Ziel/Users/).

Die Installation führte ich schließlich mit Löschung des alten Startvolumes durch, ich wollte auf Nummer sicher gehen. Tatsächlich kam es danach zu keinen großen Problemen. Das “rsync” von OS X 10.5 beherrscht nun extended attributes, was die Wiederherstellung vereinfachte (-E statt –eahfs) und praktisch alle Anwendungen waren so schnell mit den alten Einstellungen nutzbar.

Ärgerlich nur: Mit mencoder mach Xvid konvertierte Fernsehaufnahmen wollte der Mac zunächst nicht abspielen. Hier half VLC und das Perian-Codec-Paket. Fast genauso ärgerlich das bereits oben erwähnte Fehlen von iPhoto. Zwar liegen die Fotos selbst als normale JPEGs im Library-Verzeichnis, die Metainformationen sind jedoch in Datenbankdateien gespeichert. Von einer “Geiselhaft für Fotos” kann man also nicht sprechen, eher davon dass in diesem Fall bei mir Faulheit gegenüber Bastellust gesiegt hat.

Ein Mac soll ja einfach nur funktionieren.

Und OS X 10.5 auf dem “alten” G4? Die Oberfläche fühlt sich einen Tick langsamer an, aber viele Details wie der verbesserte Zugriff auf IPP-Drucker und Samba-Shares sowie die an vielen Kleinigkeiten erkennbar bessere Nutzerführung machen die Investition in 10.5 (zumindest gegenüber 10.3) lohnend. Dass wir es mit etwas älterer Hardware zu tun haben, spürt man aber schon etwas: Mehr als 1¼ GB RAM sind nicht drin und beim Abspielen von Videos, die nicht gerade mit “G4-freundlichen” Codecs erstellt wurden, kommt der Prozessor an seine Grenzen. Dennoch: Die Verarbeitung des Rechners ist auch nach heutigen Standards bemerkenswert und als Allerweltsnotebook für unterwegs dürfte das 12er-PowerBook noch ein, zwei Jährchen seinen Dienst tun.

Dieses Blog wird bestreikt!

December 21st, 2007 Selbstreferentielles | 3 Kommentare »

Nein, nicht wirklich.

Derzeit ist leider das Arbeitspensum so hoch, dass es kaum zum Bloggen reicht. Tja, das ist das Los eines Selbständigen, der sich in einer recht kleinen Nische bewegt und so für Computerzeitschriften im ganzen Bundesgebiet arbeitet. Wirklich beklagen kann ich mich nicht, mein 2007 lief bislang in jeglicher Hinsicht erfolgreich, aber auch etwas stressig. Ich melde mich wieder, wenn ich etwas Muse habe. Und beim Freundes- und Bekanntenkreis melde ich mich natürlich persönlich.

Demo in Leipzig

November 6th, 2007 Panopticon | Ein Kommentar »

Am Abend des 6. November fanden bundesweit in 40 Städten Demos gegen die geplante und — seien wir ehrlich — kaum zu verhindernde Vorratsdatenspeicherung statt. Trotz schlechten Wettters fanden sich einige Hundert Demonstranten und eine kleine Hundertschaft Polizei auf dem Augustusplatz ein um gegen die Vorratsdatenspeicherung zu demonstrieren, respektive das Recht der Demonstranten, sich zu einer friedlichen Kundgebung unter freiem Himmel zusammenzufinden, zu verteidigen.

Beeindruckt hat mich, dass trotz schlechten Wetters fünf- oder sechshundert Demonstranten gekommen waren. Die — vermutlich fußballerprobte — Polizei war anfangs etwas nervös (klar, die einzigen die pünktlich kamen, waren Punks und ihre Hunde), So verzogen sich die Damen und Herren in grün dann auch in ihre wohlig warmen Mannschaftsbusse, lediglich eine Hand voll armer Schweine durfte dem Zug folgen und darauf aufpassen, dass nachträglich angebrachte Nieten linker Lederjacken keine Kratzer an den rechten Außenspiegeln falsch geparkter BMW (natürlich aus Leipziger Produktion) verursachten. Einziger Zwischenfall war die Abführung des gesamten “schwarzen Blockes”, der lediglich aus einer Person bestand und immerhin modisch deutlich stringenter als der Rest der Demo unterwegs war. Nunja, angesichts der Taschenkontrollen auf gefährliche Wurfwaffen (aka Bierflaschen) und der zivilgesellschaftlichen Mehrheit dürfte der zerstreute “schwarze Block” eh wenig Gefährdungspotential dargestellt haben — die Aktion einiger junger Beamter war also eher nutzlos.

Mein Fazit: Erfreulich, mal wieder einen breiten Querschnitt der Bevölkerung auf der Straße zu sehen, der sich für Freiheitsrechte einsetzt, gegen eine Umkehr der Beweislast kämpft und sich nicht von linken wie von rechten Parolen vereinnahmen lässt.

Fotos nach dem Link.

Mehr »

Knast statt Urlaub

November 4th, 2007 Panopticon | 3 Kommentare »

Berlin/Instanbul, 9. Juli 2008 — Der Fall des Deutschen Andreas K., der wegen Beleidigung des Türkentums letzten Dienstag in Antalya festgenommen wurde, sorgt weiter für diplomatische Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei. K. droht der Prozess auf Grund des auch in der Türkei umstrittenen Paragraphen 301 des türkischen Strafgesetzbuches. Ihm wird eine Äußerung zum Völkermord an den Armeniern in einem Internetforum vorgeworfen, die er im Mai 2008 getätigt haben soll.

Was war geschehen? Mehr »

Schrott wird flott: Anwendungen für schwache Hardware

November 3rd, 2007 Computer (sonstiges), Linux und BSD, Schrott flott | 5 Kommentare »

In den letzten Wochen haben wir stückenweise unser altes Subnotebook — ein Überbleibsel aus New Economy Zeiten — mit einem aktuellen Linux (Xubuntu 7.10) versehen. Die relativ schwache Hardware erfordert natürlich eine besonders behutsame Auswahl von Software: 300MHz und 160MB RAM suggerieren Leistungen von etwa einem Zwanzigstel bis einem Zehntel aktueller Rechner. Mit sorgfältig ausgewählten Programmen bleibt die Maschine dennoch nutzbar: PDAs und Webtablets wie Nokias N800/N810 haben auch nicht viel mehr zu bieten. Generell gilt bei der Anwendungsauswahl, dass man besser bei einem Toolkit bleibt (Gtk oder Qt), was verhindert, dass zwei Bibliotheken mit gleicher Funktionalität gleichzeitig geladen sein müssen.

Gestandene Linuxer dürften die folgenden Softwarevorstellungen für kalten Kaffee halten, blättert weiter oder schaut Euch beim Rootserverexperiment um. Mehr »

Fotos September – Oktober 2007

November 2nd, 2007 Enten, Schönes, Selbstreferentielles | 2 Kommentare »

Last days of Summer am Cospudener See · Mit Christoph und Karla in der Spinnerei · Stau auf der A6 · Die Katze “Diva” · Im Leipziger Zoo · Mandarinente · Mein Schatz und ich · Schnee auf der A9 bei Hof · Nochmal in der Spinnerei, diesmal mit Stephan und Steffi · Mural in Connewitz · Anja und Baloo

Nachtrag: Anja hat auch einige Fotos der letzten Wochen in ihr Fotoblog eingestellt. Wird langsam Zeit, dass wir unsere Leben auch virtuell zusammenführen…

Horror-Hardware-Woche

October 6th, 2007 Autos, Computer (sonstiges), Selbstreferentielles | Ein Kommentar »

Prinzipiell tendiere ich seit einiger Zeit zur “Ätherisierung” von Software und Daten: Die Bytes sind nicht mehr an das Vorhandensein auf bestimmten physikalischen Medien gebunden, sondern per replizierender Datenbank, in verschiedenen Versionsständen per rsync an verschiedenen Orten oder komplette PCs als VMware-Instanz auf beliebigen Systemen nutzbar.

Soweit die Vision. Die Realität in dieser Woche:

  • eine defekte Festplatte eines in den nächsten sechs Wochen abzulösenden WaWi-Systemes, SCSI, doppelte Bauhöhe, 5¼-Zoll (!), immerhin letzte brauchbare Sicherung vom Vortag
  • eine defekte Radeon 9250, die einfach abschaltete, wenn andere Verbraucher im PC zuviel Strom zogen
  • ein defektes TFT, angeschlossen an o.g. Radeon, ob das miteinander zusammenhängt?
  • eine weitere defekte Festplatte, 4,3GB (ca. 1998), die nach einer kalten Sicherung am IDE-USB-Adapter wohl zu sehr ausgekühlt war (lief Jahre durch) und nicht mehr anlief
  • noch ne defekte Platte, nicht der Rede wert, kaum mehr als Swap
  • die rechte Scheinwerferbirne meines Peugeot Partner, H4, “Mehr Licht” == kürzere Lebensdauer. Mich fasziniert, dass dieses Ding trotz 273000km nicht mehr Zicken macht (wird halt vom Profi gewartet aka /me und Meister Wernicke)
  • Mobiltelefon: Tastensperre war nicht aktiviert — jetzt darf ich die PUK raussuchen

Und — als ich nach einer Woche zu Hause war:

  • eine drei Wochen alte Samsung 400GB in meiner Workstation legte diese komplett lahm — wisst Ihr, wieviel Spaß das rsyncen von 200GB Daten macht?
  • Festnetztelefon tot — Störung wird erst am Dienstag behoben, immerhin werden die nächsten Tage schön ruhig

Fünf Listen, die keiner braucht

September 24th, 2007 Merk-würdiges, Selbstreferentielles | 38 Kommentare »

Es grassiert die Listenmanie. Mitzuspielen ist ganz einfach: Man stellt eine Liste zusammen mit Dingen die vermeintlich etwas miteinander zu tun haben und tut dies in einer Art und Weise, die jede Kompetenz für das Subject oder einen thematischen Faden vermissen lässt. Mit etwas Glück wird man dann von einem Alphablogger verlinkt, der sich über die Liste lustich macht. Link bekommen. Nix dafür bezahlt. Ziel erreicht. Chris von FIXMBR bezeichnet diese Art des Spams als SEO-Porn und die Urheber als Trafficnutten. Recht hat er. Deshalb meine Meta-Liste mit Listen, die niemand braucht: Mehr »

Schrott wird flott: Touchscreen des B142

September 24th, 2007 Computer (sonstiges), Linux und BSD, Schrott flott | 3 Kommentare »

Bereits vor acht Jahren brachte Fujitsus B-Serie einen Touchscreen mit, der die Bedienung deutlich erleichterte — wenn die Kalibrierung erfolgreich war. Zwischenzeitlich waren die (praktisch nur für Fujitsu-Siemens B-Serie Geräte und einige Vaios) geschriebenen Treiber verschwunden, sind aber nun dank der UMPC-Manie in vielen Distributionskerneln und X.org-Distributionen enthalten. Die im Folgenden beschriebene Einrichtung sollte sich in ähnlicher Weise auch auf modernen Geräten durchführen lassen. Beachten Sie bitte: Die Anleitung bezieht sich auf X.org 7.2 oder höher, bei älteren Versionen kann auf einige Detaillösungen verzichtet werden.

Vorbereitung

Achten Sie zunächst darauf, dass das Kernelmodul evdev geladen ist. Es stellt die Kernelschnittstelle zum Event basierten Touchscreen-Treiber zur Verfügung. Daneben muss der X.org-Treiber xserver-xorg-input-evtouch installiert sein. Die Anleitung des Evtouch-Entwicklers rät zudem noch dazu, einen Dummy-Treiber zu verwenden, der PS/2-Mausevents abfängt und ins Datennirvana umleitet. Das ist notwendig, weil der Touchscreen am PS/2-Bus hängt, und neben den rohen Events PS/2-Mausevents liefert. Ist zudem der Knubbel aktiv und eine externe Maus eingesteckt, sind drei Quellen für PS/2-Events verfügbar, die nicht unterschieden werden können. Da bei mir die Dummy-Lösung fehlschlug, habe ich per UDEV-Regelsatz die Gerätedateien /dev/input/mice und /dev/input/mouse0 stillgelegt. Einziger Nachteil dieser Lösung: USB-Mäuse dürfen erst angesteckt werden, wenn der X-Server gestartet ist (kann mit einer weiteren UDEV-Regel behoben werden). Die UDEV-Regel (in der /etc/udev/rules.d/40-permissions.rules): Mehr »

Die Menschenwürde war unantastbar

September 18th, 2007 Gedanken | Comments Off on Die Menschenwürde war unantastbar

Am Wochenende schockierte Verteidigungsminister Jung mit der Wiederholung einer bereits 2006 gemachten Aussage, erwürde auch ohne gesetzliche Grundlage entführte Passagiermaschinen abschießen lassen. Dabei berief er sich auf ein “Recht des außergesetzlichen Notstandes”. Doch so ein Recht gibt es nicht: der außergesetzliche Notstand ist ein Gnadeninstrument, das im Einzelfall Straffreiheit zulässt, wenn jemand auf Grund einer Güterabwägung ein Verbrechen begangen hat. Dass die Güterabwägung “Leben gegen Leben” nicht in ein Gesetz gegossen werden kann, weil es das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit missachtet, hat das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2006 klargestellt. Ein Verteidigungsminister, der dennoch den Befehl zum Abschuss einer Passagiermaschine gibt, müsste sich zumindest des Totschlags bezichtigen lassen und darauf hoffen, dass ein Gericht Gnade walten lässt und er straffrei ausgeht.

Doch stattdessen wird der “übergesetzliche Notstand” in den Rang eines Gesetzes, ja gar eines einforderbaren Rechtes erhoben. Verteidigungsminister Jung schart schon für den Ernstfall loyale Piloten um sich herum und der Generalinspektor der Luftwaffe Klaus-Peter Stieglitz erinnert Piloten daran, dass sie Befehle auszuführen haben. Dass ein Pilot in Ausübung seines Dienstes keine Verbrechen begehen darf, auch wenn sie ihm befohlen werden, unterschlägt Stieglitz geflissentlich.

Unser Grundgesetze, ein Soldatengesetz, dass keine Verbrechen in Ausübung des Dienstes duldet und die Vereidigung der Soldaten auf die Verfassung anstatt auf ihren Dienstherren waren Lehren aus einer dunklen Phase unserer Geschichte. Wenn nun ein Verteidigungsminister einen möglichen Gnadenakt nach einem Totschlag zu einem einforderbaren Recht umdeutet, wie lange wird es wohl dauern, bis “unkonventionelle Verhörmethoden”, in denen niemand getötet, nur “ein wenig unangenehm behandelt wird” zur Verhinderung eines größeren Verbrechens mit dem gleichen Recht eingefordert werden?

Schrott wird flott: Linux auf dem FSC B142

September 16th, 2007 Computer (sonstiges), Linux und BSD, Schrott flott | 5 Kommentare »

Ende der 1990er waren Subnotebooks auch hierzulande ziemlich populär. Zu besten New Economy Zeiten war es en Vogue, mit einem Toshiba Portégé, Toshiba Libretto oder der Fujitsu Siemens B-Serie unterm Arm beim Kunden aufzutauchen. Dem Trend konnten wir uns auch nicht verschließen und so bekam Jochen ein Portége 3010CT und ich kurz darauf ein etwas dickeres Fujitsu Siemens B142. Beide waren bis etwa 2003 unter Linux oder FreeBSD im regulären Einsatz und verschwanden danach in einer Krustelkiste. Die Debatte um Billigst-Subnotebooks vom Schlage eines Asus EEE (insbesondere bei Robert Basic) hat mich nun dazu bewogen, das B142 wieder rauszuholen und zu schauen, wie es sich unter heutigen Bedingungen schlägt. Ziel ist es, ein altes Subnotebook mit robustem Magnesiumgehäuse mit Linux und der richtigen Software zum ernsthaften Konkurrenten moderner Billigrechner zu machen.

Hardware

  • Gehäuse: Magnesium, etwa A5-Format, 30mm dick
  • Display: TFT, 8,4 Zoll Diagonale 800×600 Pixel mit PS/2-Touchscreen
  • RAM: 32MB fest eingebaut, aufgerüstet mit einem SO-SDRAM auf maximal 160MB
  • Prozessor: 300MHz Mobile Celeron “Mendocino”
  • Grafikkarte: Neomagic NM2160, 2MB Grafikspeicher (genug für 800×600@24Bit oder extern 1024×768@16Bit)
  • Festplatte: 2,5 Zoll, normale Bauhöhe; Original 4,3GB, aufgerüstet auf 40GB; BIOS-Obergrenze bei 64GB (darüber möglicherweise Bootprobleme)
  • CDROM: Extern, PCMCIA, nicht bootfähig
  • Diskette: Extern am Portreplikator
  • PCMCIA Ein Schacht, Cardbus tauglich
  • USB: 2 Ports USB 1.0, nicht bootfähig
  • Netzwerk: nicht vorhanden

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Dacia Logan Steilheck: Renault Sandero

September 11th, 2007 Autos, Billigautos | 222 Kommentare »

Dacias Neuheiten scheinen auf der IAA nichts zu suchen zu haben. Praktisch zeitgleich mit der Pickup-Vorstellung in Bukarest wurde in Südamerika die Steilheckversion des Logan präsentiert: Der Renault Sandero. Erstaunlich, wie frisch das Renault-Gesicht den sonst eher biederen Logan doch macht. (via Autoblog Spanish / Gallery / Pressemitteilung)

Der Sandero wird im gleichen brasilianischen Werk hergestellt wie die in Mexico als “Nissan Aprio” verkaufte Stufenhecklimousine. Mit vier (fünf, wenn man den Van als separates Modell betrachtet) Karosserievarianten ist die Modellreihe damit zunächst komplett. Im Gegensatz zu den kommerziell einsetzbaren Versionen (Pickup, Van, MCV) wird der Sandero wahrscheinlich nicht nach Europa kommen. Er dürfte preislich zu nahe am neuen Twingo liegen und von der Größe zu nah am neuen Clio.

Endlich wieder ein Dacia für den Schaftransport

September 10th, 2007 Autos, Billigautos | Ein Kommentar »

Bei unseren Reisen durch Rumänien sind wir immer wieder auf Dacias in den unmöglichsten Ladezuständen gestoßen. Die heissesten Beladungen lassen sich natürlich mit einem Pickup durchführen. Der auf dem Renault 12 basierende wurde leider vor zwei Jahren eingestellt, aber jetzt gibt es wieder einen:

Dacia Logan Pickup

Wie beim Fiat Strada und Opel Corsa Pickup dienen kleine Dreiecksfenster als Ausgleich für die realativ kurzen Limousinentüren. Ob der neue ganz an den alten rankommt, wird sich zeigen müssen: Der alte Dacia Pickup basierte zwar auch auf der Limousine mit Frontantrieb, bekam aber bald — dem Längsmotorlayout sei dank — erst Heck- und dann Allradantrieb. Ganz so einfach wird es beim Quermotor des Logan nicht. Dennoch: Einen Allradantrieb für die vom Logan verwendete Plattform hat Nissan im Programm — der Cube ist mit elektrischem 4×4 (offizielle Nissan-Seite zu e·4WD) erhältlich.

Pressefoto: daciagroup.com

PS: Fast vergessen hat die versammelte Journaille, dass es den normalen Logan jetzt auch mit dem 85PS-Diesel (VGT-Lader?) gibt. Damit dürfte zumindest der MCV in beladenem Zustand ordentlich motorisiert sein. Eine fast leere 70PS-Limousine fand ich zumindest auf der Landstraße akzeptabel motorisiert.