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Es ist also ein Berlingo…

Dass Nutzfahrzeuge länger haltbar sind als gewöhnliche PKW ist nichts Neues. Elfeinhalb Jahre ohne Änderungen an der Plattform sind dagegen nicht schlecht — heute wurde der neue Berlingo vorgestellt:

Ab Mitte 1996 definierten der Citroen Berlingo und der baugleiche Peugeot Partner das Segment der Kompaktvans, die erstmals nicht aus einem Kastenabau an Kleinwagenführerhaus bestanden, sondern eine von vorne bis hinten eigens entworfene Karosserie mitbrachten. Die Bodengruppe entsprach weitgehend der von Citroen ZX und Peugeot 306, die Motoren wurden im Konzernregal zusammengeschnorrt. Ganz ohne Änderungen ging es aber auch beim Berlingo nicht: Der Konkurrent Renault stattete ab 1998 seinen Kangoo mit Schiebetüren aus, die beim Berlingo zunächst nicht vorgesehen waren. Die hastige Nachrüstung resultierte in einer recht klobigen C-Säule, die weit in den Laderaum reichte. Schärfere Anforderungen an die Fußgängersicherheit machten ab 2002 große Änderungen am Vorderwagen notwendig. Dennoch wurde es um 2004 recht eng für den Berlingo. Konkurrenten wie VW konnten mit dem Caddy zeigen, dass sie aus den Fehlern der Mitbewerber gelernt hatten. PSA verkaufte den Berlingo am Schluss fast nur noch über den Preis an Privatkunden.

Renault stellte seinen Kangoo bereits Ende 2007 auf die Plattform des Scénic und streckte ihn ein wenig. So kam auch Citroen in Zugzwang, die Premiere des Berlingo etwas vorzuziehen. Auch PSA ändert optisch wenig. Technisch dürfte der neue Berlingo neben den moderneren Motoren auch die Verbundlenkerhinterachse des aktuellen C4 oder C4 Picasso mitbringen. Letzterer ist mit Luftfederung an der Hinterachse erhältlich, was Raum für Spekulationen lässt.

Auch der neue Berlingo dürfte sich in den nun klassenüblichen 4,30m bewegen. Das hat darunter Platz für neue kleine Nutzfahrzeuge geschaffen — PSA hat die SEVEL-Kooperation mit Fiat dazu genutzt, in der Türkei zusammen mit Fiat ein Nutzfahrzeug der Viermeterklasse zu bauen, Renault wird den Kangoo mit verkürztem Radstand und kleineren Motoren verkaufen.

Und wir? Unser Peugeot Partner hat bald die 280.000 runter, soll aber in 2008 eher durch einen kleinen (oder großen) Kombi ersetzt werden. Zwar ist das leichte Nutzfahrzeug an Flexibilität kaum zu schlagen, aber mit der großen Stirnfläche sind Reisegeschwindigkeiten über 130km/h nur bei erhöhtem Verbrauch zu machen. Dazu kommt, dass der kleine Diesel nur bei Autobahngeschwindigkeit genug Abwärme produziert, um fast fünf Kubikmeter Luft im Innenraum warm zu halten.

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