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Gedanken und Hintergedanken. Außerdem: Computer, Autos, die dicke Katze von nebenan, Biber in der Innenstadt, meine Freundin und Ich.

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Demo in Leipzig

Am Abend des 6. November fanden bundesweit in 40 Städten Demos gegen die geplante und — seien wir ehrlich — kaum zu verhindernde Vorratsdatenspeicherung statt. Trotz schlechten Wettters fanden sich einige Hundert Demonstranten und eine kleine Hundertschaft Polizei auf dem Augustusplatz ein um gegen die Vorratsdatenspeicherung zu demonstrieren, respektive das Recht der Demonstranten, sich zu einer friedlichen Kundgebung unter freiem Himmel zusammenzufinden, zu verteidigen.

Beeindruckt hat mich, dass trotz schlechten Wetters fünf- oder sechshundert Demonstranten gekommen waren. Die — vermutlich fußballerprobte — Polizei war anfangs etwas nervös (klar, die einzigen die pünktlich kamen, waren Punks und ihre Hunde), So verzogen sich die Damen und Herren in grün dann auch in ihre wohlig warmen Mannschaftsbusse, lediglich eine Hand voll armer Schweine durfte dem Zug folgen und darauf aufpassen, dass nachträglich angebrachte Nieten linker Lederjacken keine Kratzer an den rechten Außenspiegeln falsch geparkter BMW (natürlich aus Leipziger Produktion) verursachten. Einziger Zwischenfall war die Abführung des gesamten “schwarzen Blockes”, der lediglich aus einer Person bestand und immerhin modisch deutlich stringenter als der Rest der Demo unterwegs war. Nunja, angesichts der Taschenkontrollen auf gefährliche Wurfwaffen (aka Bierflaschen) und der zivilgesellschaftlichen Mehrheit dürfte der zerstreute “schwarze Block” eh wenig Gefährdungspotential dargestellt haben — die Aktion einiger junger Beamter war also eher nutzlos.

Mein Fazit: Erfreulich, mal wieder einen breiten Querschnitt der Bevölkerung auf der Straße zu sehen, der sich für Freiheitsrechte einsetzt, gegen eine Umkehr der Beweislast kämpft und sich nicht von linken wie von rechten Parolen vereinnahmen lässt.

Fotos nach dem Link.

OK, Fotos sind verwackelt, dafür gibt es den Wolfgang-Bonus: Wann habe ich die Demo verlassen? Wo bin ich pinkeln gegangen? Und wo hab ich mir mein Bier geholt?

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