Mattlog

Gedanken und Hintergedanken. Außerdem: Computer, Autos, die dicke Katze von nebenan, Biber in der Innenstadt, meine Freundin und Ich.

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Archiv für 'Uncategorized'

You know how to drive stick?

Wednesday, April 29th, 2009

Im US-amerikanischen Teil der Blogosphäre ist gerade ein absurdes Experiment am Laufen. Ausgerechnet Ford hat die Absatzkrise früh erkannt und durch Verkauf von Jaguar, Land Rover und Hertz viel Ballast abgeworfen. Sehr früh kam auch die Erkenntnis, dass europäische Modelle her müssen, um auf dem Heimatmarkt der Konkurrenz von Toyota, Honda, Kia und Hyundai etwas entgegensetzen zu können.

Als direkte Konkurrenz zum Honda Fit (hier Jazz) hat Ford den neuen Fiesta auserkoren. Der soll nun durch virales Marketing in den Staaten von Bloggern an den Mann gebracht werden. Auserkoren hat man dazu 100 Menschen mit hoher Reichweite, von Tech-Bloggern über bloggende Mütter und twitternde Rapper bis Society-Kolumnisten. Diese 100 Leute bilden das Fiesta Movement erhalten 100 Fiesta in deutschem Spec, also mit straffer Federung, dem 100PS-Benziner und — Schaltgetriebe.

In den USA sind jedoch über 90% der verkauften Fahrzeuge mit Automatik ausgestattet. Da macht man gerne Witze drüber, beispielsweise darf in “Pretty Woman” eine Prostituierte Richard Gere erklären, wie sich die H-Schaltung des Lotus bedienen lässt. Aufs “Fiesta Movement” übertragen sieht das dann so aus — Mann erklärt Frau, wie ein Schaltgetriebe bedient wird:

Es dürfte interessant werden zuzuschauen, wie ein kleines europäisches Auto, das dank Schaltgetriebe flink und sparsam ist, bei einer eher technikaffinen Zielgruppe wahrgenommen wird. Die anvisierte Klientel der Early-Adopters setzt sich früh und intensiv mit halbgarer Hard- und Software (erinnert sich noch jemand an iPhones der ersten Generation und brechende Gehäuse der weißen Macbooks?) und sollte daher mit dem Leidensdruck der ersten hundert Kilometer Schaltgetriebe kein Problem haben. Und uns Europäern dürfte der gelegentliche Blick auf die Kampagnenseite www.fiestamovement.com in den nächsten Monaten einen interessanten Einblick in die geänderte Wahrnehmung von Mobilität der Amerikaner in meinem Alter geben.

Fachchinesisch?

Monday, December 15th, 2008

Kommen Euch Microsofts EULAs auch manchmal chinesisch vor?

Ein Grund mehr, bevorzugt auf Open Source zu setzen.

Raus aus dem Print, rein ins Internet!

Friday, July 11th, 2008

Als ich vor etwa fünf Jahren mehr oder weniger zufällig zum Dienstleister und Content-Lieferanten für die gedruckte Computerpresse wurde, vollzog sich für mich ein Schritt, den die meisten heute in die andere Richtung gehen. Für jemanden, der seine Tutorials und Workshop-Artikel immer online publiziert hat (und publiziert) war und ist das Web immer das schnellere Medium, aber eben auch ein Medium, das man schwerer mit in den Zug oder aufs stille Örtchen mitnehmen kann und das eine gewisse Flüchtigkeit aufweist. Ich habe es mir daher angewöhnt, Themen fürs Netz anders aufzubereiten als für die Printpresse. Dort kann man mit Boxen und einem geschickten Layout Artikel anders strukturieren als bei eher linear aufgebauten, von oben nach unten zu lesenden Online-Artikeln. Oft spreche ich ein und dasselbe Thema online und in Printmedien an und verweise von einem Medium auf das andere — auf die exklusive Bearbeitung eines Themas für ein Medium verzichte ich mittlerweile. (more…)

Innerorts in Brandenburg

Tuesday, April 22nd, 2008

Vor ziemlich genau vier Wochen wurde ich mit unserem neuen Dieselgleiter geblitzt. Jetzt ist das Foto da. Innerhalb einer geschlossenen Ortschaft in Brandenburg:

OK, das Lästern über Brandenburg sollte ich anderen überlassen, Rainald Grebe kann das viel besser (Danke für den Link, Anja!).

Interessant am Rande ist die sehr ästhetische und komfortable Bußgeldinfrastruktur, die Brandenburg da aufgebaut hat: Bußgeldbescheide werden wohl automatisiert mit dem Textsatzsystem TeX oder LaTeX gesetzt (ich sehe keinen anderen Grund die alten serifenlosen CM-Schriften zu verwenden) und mit dem Bußgeldbescheid erhält man Nutzername und Kennwort fürs Login auf www.polizei.brandenburg.de. Dort kann man dann hochauflösende Fotos anschauen. Oder runterladen und als Trophäe ins Blog stellen. An Web 2.0 Mashups arbeitet man angeblich.

Anyway, nach allem was ich an diesem kurzen Abend recherchiert habe, hat das Land Brandenburg seine Infrastruktur ganz massiv auf freie Software umgestellt und zeigt so auch den behutsamen Umgang mit dem Geld der Bürger. Und dafür zahlt man doch gerne mal 15€ Bußgeld. Auch wenn die geschlossene Ortschaft auf dem Beweisfoto nicht als solche erkennbar ist, oder?

Links

Saturday, August 26th, 2006

Ein paar Links:

  • Ford prüft “bei Jaguar alle Optionen” Ich bin gespannt, wie diese aussehen. JCB hat im Geschwindigkeitsrausch bereits Interesse bekundet, wird aber kaum Synergieeffekte aus einer Kooperation ziehen können. Renault hat bereits mit Ininiti eine Luxusmarke — und Ghosn hätte lieber Volvo –, so dass als Partner eigentlich nur noch PSA und Hyundai bleiben. Oder die Chinesen in Gestalt von SAIC.
  • Ohne Worte: Die BILD-Zeitung sucht jemanden mit “guten deutsch Kenntnissen

Gratulation, liebe Terroristen

Wednesday, August 23rd, 2006

Bis vor kurzem dachte ich, erfolgreicher Terror benötige spektakuläre Anschläge mit wenigstens Dutzenden von Toten um einer freiheitlichen Gesellschaft ihre verletzlichen Punkte bewußt zu machen und fortan jedem Bürger das Gefühl zu vermitteln, dass es ihn als nächstes treffen könnte.

Mittlerweile weiss ich, dass echter Terror einfacher ist: es genügt die Androhung von Gewalt, wozu sich imposant aussehende, aber kaum funktionsfähige Sprengsätze auf Bahnhöfen genauso gut eignen, wie nicht besonders fortgeschrittene Experimente mit Flüssigsprengstoffen und die Ankündigung, damit Flugzeuge in die Luft sprengen zu wollen.

Anstatt jedoch das Bewußtsein der Bürger für reale Bedrohungen zu schärfen, macht sich die Politik zum Komplizen der Terroristen und schürt Ängste. Selbstverständlich kann der nächste Sprengsatz auf Bahnhöfen real sein. Aber auch der Zweitakku im Schacht des funktionsfähigen IBM-Notebooks kann sich als Attrappe herausstellen und eine Bombe vom Kaliber Lockerbie enthalten. Wenn kein Handgepäck an Bord gebracht werden darf, werden eben wieder klassische Sprengsätze als reguläres Gepäck aufgegeben.

Einen vollständigen Schutz vor Anschlägen wird es nie geben. Wenn wir heute damit beginnen, Bahnhöfe mit ähnlichen Sicherheitsvorkehrungen wie Flughäfen auszustatten, wird morgen die erste Bombenattrappe in einer Straßenbahn gefunden. Wenn wir dann Straßenbahnen mit Videokameras überwachen und nur noch personalisierte RFID-Tickets zulassen, bleibt übermorgen ein Rucksack im Kino stehen. Verbieten wir Taschen im Kino, kommt vielleicht noch jemand auf die Idee, eine Bombe beim Münchner Oktoberfest in einem Mülleimer zu deponieren.

Alles was wir tun können, ist Risiken rational einzuschätzen und mit ihnen zu leben. So zynisch es klingen mag: Wer sich effizient für die Sicherheit der Bürger einsetzen möchte, kann mit verstärkten Alkoholkontrollen bei Autofahrern in ländlichen Gegenden weit erfolgreicher Menschenleben schützen als mit einer Antiterrordatei, in die alle Dienste Mutmaßungen und Spekulationen kippen dürfen.

Back from Bergen

Monday, July 24th, 2006

Seit Freitag bin ich wieder zurück im schwülwarmen Deutschland. Fotos vom Sting-Konzert und dem Touri-Programm hat Anja in ihr Fotoalbum gestellt. Die Pinguinbilder zeigen übrigens nicht das Vieh auf den letzen Fotos, sondern einen frischgeschlüpften. Der “alte” junge Pinguin hat in den drei Wochen von 900g auf über 4kg zugelegt.

Tretmühle

Saturday, April 29th, 2006

In den letzten Wochen hatte ich öfters mal miese Stimmung, weil ich viel geschuftet habe, ohne die Ergebnisse meiner Arbeit zu sehen. Einige kleinere Projekte wurden auf halber Strecke gecancelt, der Abdruck mancher Artikel verschoben und dann gibt es noch Kunden, die selbst so im Stress sind, dass sie es nicht fertig bringen, die Abnahme längst abgeschlossener Projekte schriftlich zu bestätigen und die Schlussrechnung zu begleichen.

Kurzum: weder im Briefkasten (Belegexemplare) noch auf dem Konto gab es irgendwelche Beweise dafür, dass es sich lohnt, als Autor und EDV-Berater selbständig zu sein.

Seit ein paar Tagen bessert sich meine Stimmung wieder. Ich bekomme viel positives Feedback von Redaktionen mit denen ich zusammenarbeite. Gerade Lob von Leuten, die selbst am Thema interessiert sind und über einen Artikel von mir den Einstieg in ein Thema fanden, das sie bislang als “zu komplex” betrachteten, halfen — vor allem wenn es sich um Artikel handelte, bei denen ich vielleicht etwas zu kritisch gegenüber mir selbst war.

Heute fand ich schließlich ein Belegexemplar mit einem Artikel vor, dessen Erstellung mir ziemlich gut von der Hand ging. Ein eher allgemeines Thema, das bei Verlagen gerne eine Ausgabe hin- oder herverschoben wird, weil es auch sechs Monate später noch aktuell ist. In dem Fall war mir das egal: es hat Spaß gemacht, diesen Artikel zu schreiben. Diesmal hat sich der zuständige Redakteur besonders viel Mühe gegeben: er hat 15 Zwischenüberschriften zu 15 Thesen erklärt und nocheinmal auf einer halben Seite besonders hervorgehoben. Sowas hebt die Stimmung — und ich kann eine halbe Seite mehr abrechnen.

Eine interessante Erfahrung ist auch das “scribbeln müssen” — man erstellt Layout-Dummies der späteren Seiten. Für ein ganz größeres Projekt, das im Mai einen großen Teil meiner Arbeitszeit in Anspruch nehmen wird, musste ich meine Arbeit umstellen. Bislang arbeitete ich im Wesentlichen nach dem Schema “ein Kasten und drei Screenshots” pro Seite. Nun muss ich das ganze skizzieren und sehe plötzlich, wann ich in die Bleiwüste laufe. Und plötzlich ruft man in den Raum: “Setzer, hier noch einen Screenshot” und da noch einen Zitatkasten.

Fraktalgemüse

Monday, April 24th, 2006

Das passiert, wenn Mathematiker, Physiker und Informatiker über Gemüse schreiben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Romanesco

Gott speichere unsere liebenswürdige Königin

Monday, April 24th, 2006

Grausam, was ein Übersetzungsautomat so aus einfachen Sätzen
machen kann:

Die britische Botschaft übersetzt Fussbalhymnen, die Sun schreibt drüber

Fundstücke

Tuesday, April 18th, 2006

Einige interessante Dinge, über die ich in den letzten Tagen gestolpert bin:

  • Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Hubraum. 27 Liter in einem PKW sind nicht schlecht. Die Bilder waren wochenlang nicht verfügbar.
  • Dass ein Mörder seltsame Andeutungen in seinem Blog macht, ist wirklich makaber. Fast noch makaberer sind die Kommentare des einfallenden Blog-Mobs. Nein, nicht im letzten Artikel, sondern weiter unten. Mal gespannt, wann Blogspot die Kommentarfunktion deaktiviert.
  • Das Urteil Dialerparasit Dolzer ./. Heise liegt schriftlich vor. Das Lawblog seziert es und kommt zum Schluß, dass auch ich eine Gefahrenquelle unterhalte. Damit sind wir Blogger endlich dort angekommen, wo Sprengstoffproduzenten und Kernkraftwerksbetreiber schon lange sind. Das macht mich schon ein bißchen stolz…
  • Prelinking bringt tatsächlich was. Eigentlich nutze ich ja kein Linux, aber ich muss drüber schreiben. In einem Artikel sollte ich mich mit SUPER auseinandersetzen. Das bei SUPER praktizierte Prelinking beschleunigt den Start einer neuen Konquerer-Instanz von 0,4s auf 0,04s. Not bad.
  • Bittorrent benachteiligt ehrliche Nutzer. Wer brav 72 Stunden seeded zahlt Traffic (in meinem Fall 50GB für 3,2GB download) und hat davon keinen Mehrwert. Vielleicht kann einer der anwesenden Volkswirte mal “virtual coins” entwickeln. Als Ausgabestelle könnten Superseeder (wie ich es jetzt bin) dienen. Der Wert der “virtual coins” könnte rein auf Vertrauen (Stichwort “Web of Trust“) basieren. Das Prinzip funktioniert schließlich beim “Somalischen Shilling” — dort gibt es keine Zentralbank oder ähnliches, allein das Vertrauen, dass man für zerfledderte Scheine was zu Essen kaufen kann.
  • Werft einen letzten Blick auf ILW. Mein mittlerweile auf 11.000 Zeilen angewachsenes Mini-CMS werde ich nicht auf Ruby 1.8 und MySQL 5.x portieren. Zu groß ist der Aufwand. Künftige Seiten wie der Devcorner-Nachfolger entstehen als statische Seiten per Makroersetzung. Wie früher. Mehrere Views brauche ich nicht mehr, denn jeder anständige Browser kommt mit Stylesheets für Print und Screen klar. Und dieses blöde WordPress werde ich bald auch nur als Backend verwenden und “vorne” statische Seiten exportieren…

Blogs und Rudelbildung

Thursday, March 30th, 2006

Das gelegentlich in den Blogs stattfindende Sautreiben kritisiert Medienrauschen als Rudelbildung. Die Kritik, dass Blogger bei anderen Bloggern einfach abschreiben, ist sicher in vielen Fällen berechtigt. Doch dabei darf nicht vergessen werden, dass Blogs eine Dezentralisierung der Medienlandschaft darstellen. Blogger, die im Cluster auftreten, können heikle Themen anfassen, die ein einzelner “Freizeitjournalist” höchstens wenige Tage durchhalten würde, bis eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt ist. Ob berechtigt oder unberechtigt sei zunächst dahingestellt. (more…)

The Germany Quiz!

Thursday, March 16th, 2006

So. Jetzt spielen wir Kettenspiel (auch Hessentest oder Deutschentest genannt). Damit nicht jeder alle Fragen aus einem Themenbereich beantworten muss, beantworte ich hier die Fragen 1, 11, 21, 31, 41, 51, 61, 71, 81 und 91:

(more…)

Wir werden alle sterben!

Thursday, March 16th, 2006

Früher oder später dürfte es uns erwischen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir an der aviären Influenza dahinsiehen sollte jedoch sehr gering sein. Geringer als beispielsweise das Risiko, beim Transport des Stubentigers ins Tierheim bei einem Verkehrsunfall zu sterben.

Anyway: H5N1 hat die Dreiflüssestadt erreicht. Und ich habe mich schon gewundert, warum keiner mehr die Enten hier füttert und die Viecher so hungrig sind.

PS: Nachtrag! Ich füttere die Enten natürlich nur außerhalb des Geflügelpest-Sperrbezirkes. Wäre ja noch schöner…

Einen schönen Schritt weiter….

Saturday, February 11th, 2006

Nachdem meine “Firmenwebsite” nun ewig brach lag, habe ich mich endlich dazu durchgerungen, unter http://news.mattiasschlenker.de/ eine Seite für offizielle Neuigkeiten, Pressemitteilungen und alles was “die Firma” (eigentlich “meine Unternehmung”) angeht zu veröffentlichen. Hintergrund ist ganz einfach, dass meine Leser (=Leute, die am Zeitschriftenstand Geld dafür ausgeben, damit sie mich lesen können) nicht in meinem Blog landen. Privat und geschäftlich hat ja nicht soviel miteinander zu tun. Und “Das Rootserverexperiment” spricht ja auch nur eine kleine Zielgruppe an.

Ich habe mich am Layout von WP verkünstelt. Ihr könnt mir ja bei Gelegenheit mal mitteilen, wie es Euch so gefällt.