Mattlog

Gedanken und Hintergedanken. Außerdem: Computer, Autos, die dicke Katze von nebenan, Biber in der Innenstadt, meine Freundin und Ich.

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Schrott wird flott: Anwendungen für schwache Hardware

In den letzten Wochen haben wir stückenweise unser altes Subnotebook — ein Überbleibsel aus New Economy Zeiten — mit einem aktuellen Linux (Xubuntu 7.10) versehen. Die relativ schwache Hardware erfordert natürlich eine besonders behutsame Auswahl von Software: 300MHz und 160MB RAM suggerieren Leistungen von etwa einem Zwanzigstel bis einem Zehntel aktueller Rechner. Mit sorgfältig ausgewählten Programmen bleibt die Maschine dennoch nutzbar: PDAs und Webtablets wie Nokias N800/N810 haben auch nicht viel mehr zu bieten. Generell gilt bei der Anwendungsauswahl, dass man besser bei einem Toolkit bleibt (Gtk oder Qt), was verhindert, dass zwei Bibliotheken mit gleicher Funktionalität gleichzeitig geladen sein müssen.

Gestandene Linuxer dürften die folgenden Softwarevorstellungen für kalten Kaffee halten, blättert weiter oder schaut Euch beim Rootserverexperiment um.

Tabellenkalkulation

Gelegentlich möchte man auch unterwegs eine Tabelle bearbeiten. Fahrtkosten oder Materialaufstellungen sind ein typisches Beispiel. Hierfür ein All-In-One-Office-Paket zu installieren stellt einen enormen Overkill dar. Vor allem OpenOffice.org ist auf alter Hardware ziemlich pervers: Zuerst wird ein mehrere Hundert MB großer Prozess aufgebaut — OOo ist ein großes Binary mit allen Komponenten –, dann werden zwei Drittel dieses Prozesses auf Festplatte ausgelagert (geswappt). OOo ist so zwar nutzbar, insbesondere der Start ist jedoch äußerst nervig. Deutlich kompakter ist Gnumeric Spreadsheet, eine kleine Tabellenkalkulation, die zum Gnome-Projekt gehört. Sie bringt viele Statistikfunktionen mit und arbeitet einen Tick präziser als die großen. Und sie ist deutlich schneller. Nachteil: Tabellen lassen sich nicht in andere Dokumente einbetten.

Textverarbeitung

Für die Textverarbeitung gilt prinzipiell das gleiche wie für die Tabellenkalkulation. Schlank muss sie sein. Ich habe recht gute Erfahrungen mit AbiWord gemacht, das etwa die Funktionalität von Word95 bietet (wer braucht mehr). Für wirklich große Sachen nehme ich LaTeX und Evince als PDF-Viewer. Klar braucht LaTeX enormen Festplattenplatz, aber das ist nach dem Upgrade auf die 60-Gig-Platte kein Problem mehr.

Wer möchte, kann auch zu SIAG greifen (“it sucks less”). Nach drei Jahren Inaktivität zeigt das Projekt seit Oktober 2006 wieder etwas Bewegung. Ich habe keine aktuellen Builds ausprobiert und habe es nicht vor. Wer möchte, kann mich gerne auf dem Laufenden halten.

Browser und Erweiterungen

Prinzipiell gilt WebKit als der etwas schlankere Browser. Wer Zeit und Lust hat, kann Epiphany mit WebKit als Backend bauen und damit im Web surfen. Ich hatte weder Zeit noch Lust und will auch hin und wieder mal ein YouTube-Filmchen sehen. Ich will aber nicht immer mit Werbung belästigt werden und ich möchte einen echten Vollbildmodus verwenden können. Deshalb habe ich Firefox installiert und passende Extensions gesucht.

Den echten Vollbildmodus rüstet Fullerscreen nach, der Screenshot zeigt das Ergebnis: Es sind volle 800×600 Pixel nutzbar. Möchte man eine Adresse eingeben oder die Navigationselemente nutzen, steuert man einfach den oberen Bildschirmrand an, die Leiste klappt dann ein. Fullerscreen beherrscht auch den Präsentationsmodus, d.h. man ist bei Präsentationen im XHTML-Format nicht auf Opera angewiesen.

Mein zweites Anliegen war Flash: Flashblock (Screenshot) sorgt dafür, dass nur solche Filmchen laufen, die ich explizit anklicke. Einzelne YouTube Clips kann ich mir so reinziehen von Werbung bleibe ich verschont. Der Katzencontent läuft übrigens recht flüssig, actionlastige Streifen wie 24 – Tag 5 – Schwäbisch ruckeln ziemlich.

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