Mattlog

Gedanken und Hintergedanken. Außerdem: Computer, Autos, die dicke Katze von nebenan, Biber in der Innenstadt, meine Freundin und Ich.

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Archiv für April, 2006

Schrauberherz

Sunday, April 30th, 2006

Vor ein paar Tagen wurde mir ein Citroen XM Turbo D12 mit Volleder für 300 Euro angeboten. Irgendwie juckt es mich in den Fingern. Die Maschine (XUD11T) würde gut in den Berlingo passen (bislang XUD9), läuft dank Boschpumpe mit Pflanzenöl und verträgt — wenn man sie frisch überholt — etwa 90kW bis 95kW. Derzeit hat der Berlingo 51kW, aber schon die große Bremsanlage. Um das BE-Getriebe müsste sich wohl Stefan kümmern.

Besonders der Gedanke, mit einem salatölfressenden Lieferwagen die ganzen Rennwarzen an der Ampel stehen zu lassen, reizt mich.

Aber erstmal ist Vernunft angesagt: im Mai bin ich schon zu zwei Dritteln ausgebucht. Das restliche Drittel ist erfahrungsgemäß schnell aufgebraucht.

Tretmühle

Saturday, April 29th, 2006

In den letzten Wochen hatte ich öfters mal miese Stimmung, weil ich viel geschuftet habe, ohne die Ergebnisse meiner Arbeit zu sehen. Einige kleinere Projekte wurden auf halber Strecke gecancelt, der Abdruck mancher Artikel verschoben und dann gibt es noch Kunden, die selbst so im Stress sind, dass sie es nicht fertig bringen, die Abnahme längst abgeschlossener Projekte schriftlich zu bestätigen und die Schlussrechnung zu begleichen.

Kurzum: weder im Briefkasten (Belegexemplare) noch auf dem Konto gab es irgendwelche Beweise dafür, dass es sich lohnt, als Autor und EDV-Berater selbständig zu sein.

Seit ein paar Tagen bessert sich meine Stimmung wieder. Ich bekomme viel positives Feedback von Redaktionen mit denen ich zusammenarbeite. Gerade Lob von Leuten, die selbst am Thema interessiert sind und über einen Artikel von mir den Einstieg in ein Thema fanden, das sie bislang als “zu komplex” betrachteten, halfen — vor allem wenn es sich um Artikel handelte, bei denen ich vielleicht etwas zu kritisch gegenüber mir selbst war.

Heute fand ich schließlich ein Belegexemplar mit einem Artikel vor, dessen Erstellung mir ziemlich gut von der Hand ging. Ein eher allgemeines Thema, das bei Verlagen gerne eine Ausgabe hin- oder herverschoben wird, weil es auch sechs Monate später noch aktuell ist. In dem Fall war mir das egal: es hat Spaß gemacht, diesen Artikel zu schreiben. Diesmal hat sich der zuständige Redakteur besonders viel Mühe gegeben: er hat 15 Zwischenüberschriften zu 15 Thesen erklärt und nocheinmal auf einer halben Seite besonders hervorgehoben. Sowas hebt die Stimmung — und ich kann eine halbe Seite mehr abrechnen.

Eine interessante Erfahrung ist auch das “scribbeln müssen” — man erstellt Layout-Dummies der späteren Seiten. Für ein ganz größeres Projekt, das im Mai einen großen Teil meiner Arbeitszeit in Anspruch nehmen wird, musste ich meine Arbeit umstellen. Bislang arbeitete ich im Wesentlichen nach dem Schema “ein Kasten und drei Screenshots” pro Seite. Nun muss ich das ganze skizzieren und sehe plötzlich, wann ich in die Bleiwüste laufe. Und plötzlich ruft man in den Raum: “Setzer, hier noch einen Screenshot” und da noch einen Zitatkasten.

Fraktalgemüse

Monday, April 24th, 2006

Das passiert, wenn Mathematiker, Physiker und Informatiker über Gemüse schreiben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Romanesco

Gott speichere unsere liebenswürdige Königin

Monday, April 24th, 2006

Grausam, was ein Übersetzungsautomat so aus einfachen Sätzen
machen kann:

Die britische Botschaft übersetzt Fussbalhymnen, die Sun schreibt drüber

Fundstücke

Tuesday, April 18th, 2006

Einige interessante Dinge, über die ich in den letzten Tagen gestolpert bin:

  • Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Hubraum. 27 Liter in einem PKW sind nicht schlecht. Die Bilder waren wochenlang nicht verfügbar.
  • Dass ein Mörder seltsame Andeutungen in seinem Blog macht, ist wirklich makaber. Fast noch makaberer sind die Kommentare des einfallenden Blog-Mobs. Nein, nicht im letzten Artikel, sondern weiter unten. Mal gespannt, wann Blogspot die Kommentarfunktion deaktiviert.
  • Das Urteil Dialerparasit Dolzer ./. Heise liegt schriftlich vor. Das Lawblog seziert es und kommt zum Schluß, dass auch ich eine Gefahrenquelle unterhalte. Damit sind wir Blogger endlich dort angekommen, wo Sprengstoffproduzenten und Kernkraftwerksbetreiber schon lange sind. Das macht mich schon ein bißchen stolz…
  • Prelinking bringt tatsächlich was. Eigentlich nutze ich ja kein Linux, aber ich muss drüber schreiben. In einem Artikel sollte ich mich mit SUPER auseinandersetzen. Das bei SUPER praktizierte Prelinking beschleunigt den Start einer neuen Konquerer-Instanz von 0,4s auf 0,04s. Not bad.
  • Bittorrent benachteiligt ehrliche Nutzer. Wer brav 72 Stunden seeded zahlt Traffic (in meinem Fall 50GB für 3,2GB download) und hat davon keinen Mehrwert. Vielleicht kann einer der anwesenden Volkswirte mal “virtual coins” entwickeln. Als Ausgabestelle könnten Superseeder (wie ich es jetzt bin) dienen. Der Wert der “virtual coins” könnte rein auf Vertrauen (Stichwort “Web of Trust“) basieren. Das Prinzip funktioniert schließlich beim “Somalischen Shilling” — dort gibt es keine Zentralbank oder ähnliches, allein das Vertrauen, dass man für zerfledderte Scheine was zu Essen kaufen kann.
  • Werft einen letzten Blick auf ILW. Mein mittlerweile auf 11.000 Zeilen angewachsenes Mini-CMS werde ich nicht auf Ruby 1.8 und MySQL 5.x portieren. Zu groß ist der Aufwand. Künftige Seiten wie der Devcorner-Nachfolger entstehen als statische Seiten per Makroersetzung. Wie früher. Mehrere Views brauche ich nicht mehr, denn jeder anständige Browser kommt mit Stylesheets für Print und Screen klar. Und dieses blöde WordPress werde ich bald auch nur als Backend verwenden und “vorne” statische Seiten exportieren…

Hausbesuch von Microsoft

Thursday, April 6th, 2006

Wer einen PC ohne Betriebssystem kauft, ist höchst verdächtig, er könnte ein illegal kopiertes Windows oder — noch schlimmer — Linux auf dem Rechner installieren. Vielleicht hat er aber auch noch eine alte Windows-Lizenz von dem Rechner, der jetzt als Samba-Server im Keller steht oder der Kunde ist Unternehmer und hat eine Volumenlizenz. All diese Möglichkeiten haben gemein, dass Microsoft weniger Lizenzen verkauft als möglich wäre.

Microsoft UK hat nun ein Gegenmittel ersonnen. Im Königreich wird der Software-Riese demnächst eine eigene Truppe zusammenstellen, die Hausbesuche bei Kunden durchführt, die Rechner ohne Betriebssystem kaufen. Offiziell will man natürlich Schaden vom Kunden abwenden, schließlich ist es billiger, ein Windows nachzulizenzieren, als wegen Lizenzverstößen Schadenersatz zahlen zu müssen.

Inoffiziell wird schnell GEZ-Feeling aufkommen: kaum hat man den PC gekauft, steht die nette Microsoft-Taskforce vor der Tür und interviewt Dich geschickt mit Fangfragen. Mal gespannt, wann wir in Deutschland eine ähnliche Truppe bekommen. Nachdem die Musikindustrie gerade dabei ist, ohne dem lästigen Umweg über Strafverfahren die Daten von Tauschbörsennutzern abzufragen, wäre es nur logisch, wenn der größte Betriebssystemhersteller direkt und unkompliziert ermitteln könnte, wer die Windows-Steuer umgeht.

PS: Ich habe gerade nachgezählt: von den Rechnern in meinem Büro und Testlabor sind exakt 12,5% mit Windows-Lizenzen ausgerüstet. Die anderen 87,5% kommen wunderbar ohne Windows klar.