Mattlog

Gedanken und Hintergedanken. Außerdem: Computer, Autos, die dicke Katze von nebenan, Biber in der Innenstadt, meine Freundin und Ich.

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Zeug wegschaffen

Dieses “Getting Things Done” scheint ja auf der anderen Seite des großen Tümpels eine richtige Ganztagesbeschäftigung zu sein und schwappt derzeit als echte Welle auch in die alte Welt. Schaut man sich aber die vielen Vorschläge zur besseren Organisation an, wird man den Eindruck nicht los, dass die für GTD aufgewendete Zeit kaum wieder reinzuholen ist. Ich habe — intuitiv und ohne vom GTD-Kult zu wissen — in den letzten Jahren ein eigenes System entwickelt, das vor allem auf einer großen Magnetwand basiert.

Die Magnetwand wird horizontal in Wochen unterteilt und vertikal in die drei großen Kunden, eine vierte Spalte gehört kleinen Kunden und internen Projekten. Jede Aufgabe wird von einem Papierstreifen repräsentiert, der knapp 21cm breit und zwischen 2 und 6cm hoch ist und mit einem farblich zum Kunden passenden Magneten festgehalten. Die Streifen enthalten auch ein angestrebtes Fertigstellungsdatum und die Information, ob dieses “hart” (Presswerk, Redaktionsschluss) oder “weich” (kleines Update eines älteren Projektes) ist. Das führt zu parallelen Pipelines über etwa vier Wochen, die mit den Wochen oben abgetragen werden, während unten neue dazu kommen. Freitag ist dann immer der große Tag, an dem die letzten ein oder zwei Streifen auf den Schreibtisch kommen und abgearbeitet werden. Anhand der angestrebten Fertigstellungsdaten sieht man immer recht gut, ob man in der Zeit liegt, oder Aufgaben verschieben muss oder vorziehen darf.

Abgearbeitete Streifen sammle ich und verwende Sie am Monatsende, um Abrechnungen zu schreiben. Reiht man auch kleine Aufgaben (auf schmalen Streifen) ein, gehen auch die kleinen Rechnungen nicht verschütt und man kann anhand der Dicke des Streifenstapels abschätzen, ob ein Monat gut war. Gegenüber der klassischen Stapelverarbeitung hat das System natürlich den Vorteil einer besseren Übersichtlichkeit und der leichteren Umsortierbarkeit. Darüber hinaus kombiniert es Kalender und Todo-Listen, was bei notorischen Büro-Chaoten ein großer Vorteil ist: Ein breiter Streifen für einen wichtigen Termin zeigt mir an, dass in dieser Zeit nix anderes wegzuarbeiten ist.

So, für diese Woche liege ich gut im Rennen, aber auch nur dank 16h+-Tag heute. Morgen warten drei Streifen auf mich. Auf einem steht: “Sommerreifen”. Mal hoffen, dass das Wetter am WE auch gut genug wird, dass die sich lohnen.

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