Mattlog

Gedanken und Hintergedanken. Außerdem: Computer, Autos, die dicke Katze von nebenan, Biber in der Innenstadt, meine Freundin und Ich.

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Die totale Überwachung — freiwillig

Ich habe es getan: Bei Tapir dreihundert Meter weiter nördlich habe ich mir einen klein GPS-Empfänger gekauft. Einen gelben Garmin 60. Das Teil ist klobig, hat ein schlechtes Display und TomToms “Laura” fehlt auch. Aber darauf kommt es nicht an: Es lässt sich unter Linux mit gpsbabel in Sekundenschnelle auslesen und die gespeicherten Daten verursachen kaum Aufwand bei der Auswertung. Ich möchte die nächsten Monate im Selbstversuch herausfinden, wo ich mich so herumtreibe, möchte halbautomatisch ermitteln können, von wann bis wann ich mich beim Kunden aufgehalten habe, und wann ich Zeit beim Einkaufen verschwendet habe. Das waren die positiven Aspekte. Denn bereits bei der Auswertung meines ersten Datensatzes konnte man feststellen, dass ich kurz vor acht beim Citroen-Händler in Connewitz drei Minuten Schaufensterrunde gemacht habe.

Wahrscheinlich werden GPS-Empfänger in mobilen Geräten bald ubiquitous (allgegenwärtig). Wir werden bald nicht mehr daran denken, dass wir Daten mitloggen. Und dass diese Daten beispielsweise beim Mobiltelefon mit größter Wahrscheinlichkeit nicht in unserem Einflußbereich gespeichert werden, sondern beim Provider, wo der Zugriff für Behörden weitaus leichter ist als, wenn sie auf dem heimischen PC auf einer verschlüsselten Partition liegen (zu der man im Stress einer Durchsuchung schonmal die Passphrase vergessen kann). Auch wenn es vermutlich nicht immer leicht erscheint: Ich werde in den nächsten Tagen ein paar komplette Bewegungsprofile posten. Hierfür habe ich ein paar Zeilen JavaScript geschrieben, mit denen sich GPX-Rohdaten direkt als Polygonzüge in Google Maps einfügen lassen. Mein Frühsport von heute folgt morgen früh…

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