Mattlog

Gedanken und Hintergedanken. Außerdem: Computer, Autos, die dicke Katze von nebenan, Biber in der Innenstadt, meine Freundin und Ich.

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Tretmühle

In den letzten Wochen hatte ich öfters mal miese Stimmung, weil ich viel geschuftet habe, ohne die Ergebnisse meiner Arbeit zu sehen. Einige kleinere Projekte wurden auf halber Strecke gecancelt, der Abdruck mancher Artikel verschoben und dann gibt es noch Kunden, die selbst so im Stress sind, dass sie es nicht fertig bringen, die Abnahme längst abgeschlossener Projekte schriftlich zu bestätigen und die Schlussrechnung zu begleichen.

Kurzum: weder im Briefkasten (Belegexemplare) noch auf dem Konto gab es irgendwelche Beweise dafür, dass es sich lohnt, als Autor und EDV-Berater selbständig zu sein.

Seit ein paar Tagen bessert sich meine Stimmung wieder. Ich bekomme viel positives Feedback von Redaktionen mit denen ich zusammenarbeite. Gerade Lob von Leuten, die selbst am Thema interessiert sind und über einen Artikel von mir den Einstieg in ein Thema fanden, das sie bislang als “zu komplex” betrachteten, halfen — vor allem wenn es sich um Artikel handelte, bei denen ich vielleicht etwas zu kritisch gegenüber mir selbst war.

Heute fand ich schließlich ein Belegexemplar mit einem Artikel vor, dessen Erstellung mir ziemlich gut von der Hand ging. Ein eher allgemeines Thema, das bei Verlagen gerne eine Ausgabe hin- oder herverschoben wird, weil es auch sechs Monate später noch aktuell ist. In dem Fall war mir das egal: es hat Spaß gemacht, diesen Artikel zu schreiben. Diesmal hat sich der zuständige Redakteur besonders viel Mühe gegeben: er hat 15 Zwischenüberschriften zu 15 Thesen erklärt und nocheinmal auf einer halben Seite besonders hervorgehoben. Sowas hebt die Stimmung — und ich kann eine halbe Seite mehr abrechnen.

Eine interessante Erfahrung ist auch das “scribbeln müssen” — man erstellt Layout-Dummies der späteren Seiten. Für ein ganz größeres Projekt, das im Mai einen großen Teil meiner Arbeitszeit in Anspruch nehmen wird, musste ich meine Arbeit umstellen. Bislang arbeitete ich im Wesentlichen nach dem Schema “ein Kasten und drei Screenshots” pro Seite. Nun muss ich das ganze skizzieren und sehe plötzlich, wann ich in die Bleiwüste laufe. Und plötzlich ruft man in den Raum: “Setzer, hier noch einen Screenshot” und da noch einen Zitatkasten.

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