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Gedanken und Hintergedanken. Außerdem: Computer, Autos, die dicke Katze von nebenan, Biber in der Innenstadt, meine Freundin und Ich.

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Zu feige, das Leben bei den Hörnern zu packen?

Zur Deutschland-Einführung der Marke “Dodge” mit dem zunächst einzigen Modell “Caliber” (Golf-Klasse) Mitte 2006 begann Daimler-Chrysler bereits Ende 2005 eine sehr pfiffige Werbekampagne unter dem Titel “Grab life by the horns“, die unter anderem mit Devotionalien wie einer Werkstatt-Fototapete oder Aftershave mit dem Duft von Motoröl begleitet wurde. Die Zielgruppe war klar: junge Männer zwischen 25 und 35, die statt einem Golf lieber etwas cowboyhaft amerikanisches wollen, deren Frauen beim Autokauf aber ein Wörtchen mitzureden haben. Prolls wie wir.

Die Marken-Kampagne wurde nun laut AMS verworfen. Stattdessen wird die US-Fahrzeug-Kampagne (“Alles andere als niedlich“) wiederverwertet. Schade. Dass sich alleine für den Caliber eine Marken-Kampagne wie “Grab life by the horns” kaum in akzeptablen Verkaufszahlen niederschlagen dürfte, ist klar: der gemeinsam mit Hyundai und Mitsubishi entwickelte Kompaktwagen ist nett und hat dank hoher Sitzposition geräumigem Innenraum und guter Übersichtlichkeit sogar einen akzeptablen WAF (Woman’s Acceptance Factor), verfügt aber nur über die etwas kraftlosen Hyundai-Weltmotoren (sollte man Allerweltsmotoren sagen?). Einzig wirklich interessanter Antrieb für den deutschen Markt dürfte der aus dem Golf als knorrig bekannte VW-Pumpe-Düse TDI mit 140PS sein. (Warum man nicht die von VM entwickelten Hyundai-Commonrail-Motoren verwendet, ist mir nicht klar, zumal DC Anteile an VM hält.)

Allerdings wäre die eigenständige Kampagne dringend notwendig um “Dodge” über ein etwas rauhbeiniges Image zu verkaufen. Nur so wird künftigen Modellen wie dem E-Klasse-Derivat Dodge Charger und dem zwischen Charger und Caliber angesiedelten Avenger der Boden bereitet. Denkbar wäre auch ein Pickup: der Dakota ist kompakt genug und einen passenden Diesel liefert VM in Form eines Vierzylinders mit 2,8 Litern und Commonrail-Einspritzung bereits an Jeep — und verkauft diesen Motor sogar in den Staaten. Auch an eine Ausweitung der Modellpalette nach unten war gedacht. Für die als männliches Pendant zum Mini gedachte Hornet sind Hyundai und VW als Plattformpartner im Gespräch.

Tja, Daimler-Chrysler, Chance vertan: in der Wahrnehmung der europäischen Kunden wird sich Dodge so vortrefflich in den Kreis der vermeintlichen (Chrysler=Voyager, Jeep=Cherokee, Dodge=Caliber) und tatsächlichen Ein-Fahrzeug-Marken (Smart=Fortwo) einreihen, die eher zufällig beim Van- und Geländewagenhändler herumsteht.

Eine Antwort auf “Zu feige, das Leben bei den Hörnern zu packen?”

  1. Sammi (September 22nd, 2006 um 7:45 pm)

    Also ich finde den Dodge Charger schon was besonderes. Dieser hier hat es mir besonders angetan: http://www.projekt-charger.de